Erster oberfränkischer Obstbaumpfleger-Lehrgang erfolgreich durchgeführt

26 Frauen und Männer aus Oberfranken haben erfolgreich an der Ausbildung zum Obstbaumpfleger teilgenommen, die erstmals gemeinschaftlich von den Kreisfachberatern für Gartenkultur und Landespflege der oberfränkischen Landkreise angeboten wurden. In 6 Themeneinheiten wurde den Absolventen über das Jahr verteilt ein Basiswissen und -können rund um die Pflege von Obstbäumen vermittelt. Dabei stand zwar die Erhaltung und Verjüngung von Streuobstbeständen im Vordergrund, aber auch die Jungbaumerziehung, Arbeitssicherheit, Baumgesundheit und Aspekte der unternehmerischen Tätigkeit wurden unterrichtet. Neben dem fachlichen Inhalt lernten die Teilnehmer in diesem Rahmen auch interessante Anlagen wie das "Bamberger Obstparadies", den Coburger Kreislehrgarten oder das Forchheimer Obstbau-Infozentrum in Hiltpoltstein kennen. In den Streuobstweisen am Staffelberg bei Romansthal wurden neben den Modulen Erhaltung alter Obstbäume und Sommerschnitt am vergangenen Samstag auch die Abschlussprüfung in Theorie und Praxis durchgeführt. Ziel des Lehrgangs war es, die Teilnehmer fit zu machen für private und öffentliche Pflegeaufträge. Träger der Ausbildung war der Bezirksverband für Gartenbau und Landespflege, dessen 1. Vorsitzende Gudrun Brendel-Fischer die Zertifikate an die engagierten Absolventen übergab. Sie lobte die Initiative der Kreisfachberater für den Erhalt der Kulturlandschaft. Bei der Pflege der im Rahmen von Ausgleichs- und Flurneuordnungsmaßnahmen gepflanzten Obstbäumen sah sie ein großes und dringend notwendiges Betätigungsfeld für die frisch gebackenen Obstbaumpfleger. Wolfram Vaitl, der Präsident des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege, gratulierte den Teilnehmern und verwies auf die Fortbildungsangebote seines Verbandes. Zur Erinnerung an den ersten oberfränkischen Obstbaumpfleger-Lehrgang pflanzten alle Beteiligten standesgemäß einen Apfelbaum der Sorte Gravensteiner. Aufgrund der positiven Rückmeldungen wird der Kurs auch im kommenden Jahr angeboten. Start ist bereits Ende Januar 2019. Interessenten können sich beim jeweiligen Kreisfachberater melden.

Text von Michael Stromer

 

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