Gartenpflegerausbildung 2013 - Theorie

Wie in den Vorjahren fand auch in diesem Jahr der theoretische Teil der Gartenpflegerausbildung wieder an drei Dienstag Abenden im Sportheim in Glashütten statt.  Motto der Vortragsreihe war die "Vielfalt der Gärten - die Gartengestaltung".

Teil 1 - 15.01.13 



Vielfalt der Gärten
- Hubert Adam
Einleitend wurden historische Gärten vorgestellt. Vom Paradies kam der Dozent über Gärten des Altertums schnell zu Rokokogärten wie Veitshöchheim, in denen sich die Natur dem Menschen streng unterordnen muss, was sich in geraden Linien und geschnittenen Gehölzen zeigt. Als weiteren wichtigen Schritt stellte er die englischen Gärten mit geschwungenen Linien ausführlich mit Bildern vor. Hier zeigten sich Verengungen beim „Freiraum“ oder geschwungene Bereiche. Nachdem er anschließend kürzer die chinesischen und japanischen Gärten gestreift hatte, ging er auch auf Reihenhausgärten aller Art oder auf Friedhofsgestaltung ein.

Staudenbeete richtig anlegen - Roland Ramming
Anschließend stand das Thema „Stauden im Garten“ an. Nach der Definition der Pflanzen in mehrjährige (meist) holzfreie Gewächse wies der Vortragende darauf hin, dass neben den allgemein als Stauden eingestuften Pflanzen auch Gräser, Farne und Zwiebelpflanzen zu dieser Familie rechnen.  Er ging darauf ein, dass zwischen Stauden, die sich schwach ausbreiten, der Einsatz der Hacke zweckmäßig ist und eventuelle Stützen hilfreich sind. Anschließend stellte der viele verbreitete Stauden mit einem Hinweis auf die Beschaffenheit des Standorts (z.B. Sonne / Halbschatten oder trocken / feucht bzw. magerer oder humoser Boden) vor.





Teil 2 - 22.01.13 

Wasser im Garten Roland Ramming
Im ersten Teil ging der Referent auf die Vielfalt der Gestaltung mit Beispielen ein, die große oder kleine Wasserflächen im Garten bieten. Nachdem er auf das Anlegen z. B. eines Gartenteiches eingegangen war, stellte er Pflanzen für den Gartenteich vor und wies darauf hin, dass die Natur bald nach dem Anlegen Besitz von der Wasserfläche ergreift.

Der alternde Garten Roland Ramming
Den Gartenbesitzern ist natürlich nicht verborgen geblieben, dass sich ein Garten im Lauf der Jahre verändert. Durch größer werdende Bäume oder Sträucher verschiebt sich der  Schattenbereich und das Kleinklima verändert sich. Auch einzelne Stauden breiten sich aus während andere sich zurückziehen und absterben. Natürlich ist es nicht sinnvoll den Garten nach kurzer Zeit neu zu gestalten. Insofern waren die kleineren Maßnahmen hilfreich, die der Dozent den Zuhörern empfahl.





Teil 3 - 29.01.13 

Gehölze im Garten Martin Betz
Der Vortragende stellte zunächst die Standortmerkmale vor wie Halbschatten (ca. 4 Std. Sonne pro Tag aber ohne Mittagssonne) sowie Klima, Licht und Boden. Dann stellte er verschiedene Gruppen vor wie Laub abwerfende, wintergrüne (werfen das Lauf erst im Frühjahr ab) und immergrüne Gehölze. Danach unterschied er die Gehölze nach der Höhe vom Strauch mit 30 cm Höhe bis hin zum Baum mit 20m Höhe. Anschließend zeigte er anhand von Fotos den Besuchern die unterschiedlichsten Gehölze. Er riet dazu die Anpflanzung assymetrisch vorzunehmen um ein abgerundetes naturnahes Bild im Garten zu erreichen.

Neuanlage von Gärten Hubert Adam
Der Referent ging auf die verschiedensten Gärten ein vom 300qm Reihenhausgarten bis hin zum großen Bauerngarten. Er empfahl die Gärten optisch mit Abtrennungen in Bereiche zu unterteilen um ein „Wohlfühlen“ zu erreichen. Bei der Anlage von Wegen riet er dazu, keine gerade sondern eine leicht geschwungene Wegführung zu wählen, um ein natürliches Aussehen zu erreichen. Ebenso wichtig ist es bei nicht durchgehend belegten Wegen das richtige Schrittmaß beim Abstand der Trittsteine anzuwenden. Anhand von Fotos stellte er heraus, dass naturnahes Material eine größere optische Wirkung erzielt als z.B. Betonsteine.