Birnengitterost - Birnen und Wacholder

Der Birnengitterrost, eine in den letzten Jahren unsere Birnbäume stark schädigende Pilz- / Bakterien-Erkrankung, benötigt als Wirtspflanze zum Überwintern während der Zeit, in der Birnbäume kein Laub tragen, den Wacholder. Mittlerweile stehen in einigen Gärten Wacholdersträucher, die durchaus auch zu den in Oberfranken heimischen Gehölzen zählen.

Aufgrund neuester Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Wacholdersorte ‚Gemeiner Wacholder’ (‚Juniperus Communis‘) nicht vom Birnengitterrost befallen wird und damit nicht als Wirtspflanze dienen kann. Sie erreicht eine Größe bis 6 m, ist aber auch in niedrigeren Arten für den kleineren Garten erhältlich. Sollten Sie beabsichtigen, einen Wacholderstrauch zu pflanzen, empfehlen wir Ihnen, bei der Sortenwahl im Interesse des eigenen Birnbaums oder im Rahmen eines guten Nachbarschaftsverhältnisses eine Sorte zu wählen, die vom Birnengitterrost nicht befallen wird.

Um den Birnengitterrost wenigstens etwas einzudämmen, empfiehlt es sich im Übrigen, das befallene Laub und damit neue Infektionsquellen im Winter aus dem Garten zu entfernen. Derzeit sind auch keine Mittel speziell gegen den Birnengitterrost für den Hausgarten zugelassen.